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point zero | | Point Zero
"Ich bin am Ende", schrieb ich heute am 2. Januar 2004 in mein Notizbuch und schloss es wieder. Der Alkohol, die Frauen, der Umstand, dass das, was ich bisher aus meinem Leben gemacht habe, mir nichts eingebracht hatte, ausser ein schäbiges Büro, einen alten Chrysler und einen Spieler der mich ‚ "mein Freund" nannte , liess mich darüber klar werden: Ich war am Ende.
Nun sass ich hier in einer Spelunke und spülte mir einen Whisky nach dem anderen in meinen Hals. Er brannte nicht mehr. Dafür hatte ich schon zu viel davon in meinem Leben getrunken, in allen Bars dieser Welt. Ja,ich war herumgekommen, hatte etwas zu erzählen von den Schlechtigkeiten dieser Welt, von Treue, Verrat, Hinterlist und all’ dem was man Erfahrung nennt.
Der Barkeaper mochte mich wenig. Er war wie eine lauernde Klapperschlange, die nur darauf wartete, dass ich vom Stuhl fiel, damit sie zuschlagen konnte. Ich wusste, dass, wenn ich vom Hocker fiele, seine Stunde gekommen wäre. Er würde mich wie einen nassen Sack vor die Tür stellen. Dann würde er mir ein Schild um den Hals hängen, worauf "Wichser" geschrieben stünde.
Da war er aber nicht der Einzige. Es gab viele von dieser Sorte Mensch, die mich zum Teufel wünschten. Eigentlich war ich gar kein so schlechter Kerl. Im Inneren wusste ich, was Recht und Unrecht ist. Allerdings fiel es mir schwer, danach zu leben. Der Abschaum, dem ich tagaus,tagein begegnet war hatte mich zu dem werden lassen, der ich heute bin. Du kannst dich nicht einfach so in der Hölle des Lebens bewegen, ohne dass etwas an dir selbst hängen bleibt. Die Frage ist nur: Wieviel von diesem Schmutz bleibt an dir kleben? Was lässt du zu und wie gehst du damit um?
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